Priesterkate

Büchen als bedeutender Grenzort

Die Gemeinde Büchen entstand 1937 aus den Dörfern Büchen Dorf, Nüssau und Pötrau. Nüssau und Büchen wurden 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Pötrau war ein Geschenk von Heinrich dem Löwen an den Ratzeburger Bischof und wurde bereits 1158 in einer Urkunde genannt.

Das heutige Büchen-Dorf, der historische Ortskern, besaß schon früh eine zentrale Bedeutung als Markt-, Kirchspiel- und später auch als Wallfahrtsort. Aufgrund seiner zentralen geografischen Lage im Herzogtum Lauenburg war er spätestens seit der Frühen Neuzeit auch Versammlungsort für die Landtage der Ritter. Um 1200 entstand die Marienkirche, die durch ein wundertätiges Marienbild schnell zum Anziehungspunkt für Wallfahrer aus nah und fern wurde. Das Marienbild ging im Dreißigjährigen Krieg leider verloren.

Büchen ist über Jahrhunderte Grenzort gewesen. Zur Zeit Karls des Großen, um 800 n. Chr., lag es bereits am Limes Saxoniae, dem Sachsenwall, zwischen Sachsen und Slawen. Seit Jahrhunderten liegt Büchen an der Landesgrenze zu Mecklenburg. Über Jahrzehnte strukturell geprägt wurde Büchen zwischen 1945 und 1989 durch die Teilung Deutschlands in Besatzungszonen und in zwei deutsche Staaten: Büchen lag direkt am „Eisernen Vorhang“, der militärischen Grenze zwischen den Machtblöcken der NATO und des Warschauer Paktes.

Eine Dauerausstellung in der Priesterkate zeigt die ehemalige innerdeutsche Grenze. Mit 5.800 Einwohnern ist Büchen heute die größte Gemeinde im gleichnamigen Amt Büchen mit insgesamt 15 Gemeinden. Zahlreiche kulturelle Angebote und die idyllische Lage im Grünen sowie im Naturpark Lauenburgische Seen mit dem Elbe-Lübeck-Kanal prägen die Lebensqualität.

… im Zeitraffer

  • 1158 - Erste urkundliche Erwähnung von Pötrau
  • 1230 - Erste urkundliche Erwähnung von zahlreichen Gemeinden im Amt Büchen
  • um 1200 - Bau der Marienkirche in Büchen-Dorf
  • 1391 – 1398 - Bau des Delvenau-Stecknitz-Kanals (nasse Salzstraße)
  • 1649 - Bau der Priesterkate (heutiges Kulturzentrum)
  • 1846 - Einweihung der Eisenbahn-strecke Hamburg-Berlin
  • 1851 - Einweihung der Eisenbahn-strecke Lübeck-Büchen
  • 1900 - Einweihung des Elbe-Lübeck-Kanals
  • 1937 - Zusammenlegung der Dörfer Büchen-Dorf, Nüssau und Pötrau zur Gemeinde Büchen
  • 1938 - Zusammenlegung von Bartelsdorf, Franzhagen und Schulendorf zur Gemeinde Schulendorf
  • 1948 - Gründung des Amtes Büchen unter britischer Besatzung
  • 1945 – 1989 Büchen liegt direkt am „Eisernen Vorhang“, der militärischen Grenze zwischen den Machtblöcken der NATO und des Warschauer Paktes
  • seit 1995 - Partnerschaft zwischen der Gemeinde Büchen und der Gemeinde Liperi in Finnland
  • 2007 - Mehrere Amtsgemeinden feiern ihr 777-jähriges Jubiläum
  • 2007 - Zum Amt Büchen mit bisher 10 Gemeinden gehören durch eine Verwaltungsstrukturreform künftig 15 Gemeinden
  • 2013 - Offizielle Einweihung des modernisierten Bahnhofs Büchen

Gemeinde Büchen

Die Gemeinde liegt mit ihren rund 5.800 Einwohnern im südlichsten Kreis Schleswig-Holsteins, im traumhaften Herzogtum Lauenburg. Während die Lage am Elbe-Lübeck-Kanal die Sinne berührt, überrascht Büchen gleichzeitig mit einer familienfreundlichen Infrastruktur.


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