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Büchen macht grün - Gießen erwünscht

Büchen macht grün - Gießen erwünscht
Foto: Gemeinde Büchen

Seit Wochen hat es nicht mehr ausgiebig geregnet und die Trockenheit macht den Pflanzen immer mehr zu schaffen. Und eine Besserung oder Regentage sind nicht wirklich in Sicht. Vielleicht mögen die Bürgerinnen und Bürger den Bäumen und Sträuchern vor der Haustür oder auch den Pflanzinseln eine Freude bereiten und hin und wieder eine Gießkanne Wasser spendieren. Sie können so dazu beitragen, dass das Straßenbegleitgrün vital bleibt. Dabei sollte jedoch auf einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser geachtet werden und der Wasserverbrauch auf das Nötigste beschränkt werden. Auch die Mitarbeiter:innen des Bauhofes der Gemeinde Büchen sind kräftig am Gießen, damit unsere Pflanzen und Bäume die Hitzeperiode gut überstehen.

Ihre Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner bei der Gemeinde Büchen rund um das Projekt "Büchen macht grün" sind:

Frau Daetz Telefon 04155-8009-257, E-Mail j.daetz@gemeinde-buechen.de

sowie Herr Eckelmann, Telefon 04155-8009261, E-Mail: j.eckelmann@gemeinde-buechen.de

Wissenswertes rund um "Büchen macht grün"

Büchen wächst. Und zwar nicht nur in den Bau-, Gewerbe- oder Mischgebieten, sondern auch an Ausgleichsflächen und Ökokonten. So entstand jetzt eine neue Obstwiese in der Kanalniederung am Wiesenweg/Kuhweg mit 25 verschiedenen Obstbäumen. In Zukunft dürfen sich die Büchener Bürgerinnen und Bürger hier unter anderem auf die „Konstantinopel Apfel-Quitte“, die Apfelsorten „Schöner von Boskop“, Holsteiner Cox, „Rote Sternrenette“ und die Birnensorten „“Gute Graue“ und „Geelerts Butterbirne“ freuen. Auch am Brandsberg stehen neue Felsenbirnen und weitere Obstbäume. Zwei Mirabellen, Walnüsse, eine Hainbuche sowie ein Amberbaum im Nüssauer Weg runden die Pflanzaktion ab.

Büchen macht grün: Seit 2018 323 Bäume gepflanzt
Foto: Gemeinde Büchen

Unter Berücksichtigung örtlicher Schutzvorschriften: Abnahme von Bäumen bis Ende Februar erlaubt
In der Zeit vom 01.10. bis zum 28.02. des Folgejahres ist die Abnahme von Bäumen gestattet und das Verbot aus § 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetztes gilt nicht.
Unabhängig davon sind aber örtliche Schutzvorschriften zu beachten. Die Gemeinde Büchen hat am 01.12.2020 eine Baumschutzsatzung beschlossen. Aus dieser ergibt sich, dass Bäume ab einem Stammumfang von 150 cm, unabhängig ob diese auf öffentlichen oder privaten Flächen stehen, geschützt sind. Ebenfalls können mehrstämmige Bäume mit einem geringeren Stammumfang geschützt sein. Für die Abnahme solcher Bäume wäre eine Genehmigung bei der Gemeinde Büchen zu beantragen.
Darüber hinaus muss für Bäume, die einen Stammumfang von 200 cm (gemessen auf 1 m Höhe) aufweisen, eine Abnahmegenehmigung beim Fachdienst Kreisforsten des Kreises Herzogtum Lauenburg beantragt werden.
Informieren sie sich vor der Abnahme von Bäumen daher immer, ob ggf. eine Genehmigung erforderliche sein kann. Die Baumschutzsatzung der Gemeinde Büchen ist im Internet unter www.amt-buechen.eu einsehbar.

Unter Berücksichtigung örtlicher Schutzvorschriften: Abnahme von Bäumen bis Ende Februar erlaubt
Foto: Gemeinde Büchen

Die Mitarbeiter des Büchener Bauhofes finden in den vergangenen Jahren immer öfter Gartenabfälle, die illegal im Knick und auf Grünflächen entsorgt werden. Sogar mitten im Gemeindegebiet und auch am Sportplatz. Dabei ist die Entsorgung der Gartenabfälle eigentlich durch die Biotonnen der AWSH gesichert. Was für Gartenbesitzer praktisch erscheint, ist für die Natur aber alles andere als günstig, denn große Mengen von geschnittenem Gras oder Berge von Buschholz haben in den Knicks nichts verloren und führen dort zu Veränderungen durch übermäßige Nährstoffaufnahme. Dichte, monotone Pflanzbestände, wie der Riesenbärenklau, können so entstehen und weniger konkurrenzfähige Arten verdrängen. Die natürliche Artenvielfalt geht so zugrunde. Verantwortungsbewusste Gartenbesitzer nutzen daher den heimischen Komposthaufen, die Biotonne oder Bio-Abfallsäcke, denn die illegale Gartenabfall-Entsorgung im Gemeindegebiet ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Geldbußen geahndet werden.

Gartenabfälle – Immer öfter wird im Knick entsorgt
Foto: Gemeinde Büchen

Der Wildblumenmalerin Anna Malten aus Siebeneichen ist es zu verdanken, dass es am Ortsausgang in Büchen-Pötrau in Zukunft in den Schleswig-Holstein-Farben blüht. Während einer Radtour kam der Künstlerin die Idee, dass es schön wäre, wenn es Blühstreifen in den Landesfarben geben würde und wandte sich an die Gemeinde Büchen mit dem Vorschlag, einen solchen Streifen einzusähen. Die Gemeinde Büchen bedankte sich bei der Ideengeberin und setzte Salbei in den Landesfarben, eine robuste und besonders bienenfreundliche Staude, die ab sofort am Ortsausgang Büchen-Pötrau im Sommer für farbige Abwechslung am Straßenrand sorgen wird.


Hier blüht´s in Schleswig-Holstein-Farben
Foto: Gemeinde Büchen

Im Kampf gegen den lästigen Eichenprozessionsspinner geht die Gemeinde Büchen neue Wege: Jan-Niklas Eckelmann, Baumpfleger bei der Gemeinde Büchen, hat mit seinen Kollegen vom gemeindlichen Bauhof Nistkästen aufgehängt, um mit natürlichen Fressfeinden der Raupe zu Leibe zu rücken. Presseberichten aus den Niederlanden zufolge, konnte die Ausbreitung der Raupe so schon stark zurückgedrängt werden. Erste Nistkästen wurden jetzt am Regenrückhaltebecken in der Pötrauer Straße und im Fuchsweg aufgehängt. Statt der chemischen Keule sollen nun Meise, Kuckuck und Fledermaus dem lästigen Eichenprozessionsspinner den Garaus machen.

Eichenprozessionsspinner – Büchen geht neue Wege zur Bekämpfung
Foto: Gemeinde Büchen

Die Tischlerei Lange in Büchen hat ein Insektenhotel gebaut. Es ist in der Nähe des Rückhaltebeckens in der Theodor-Körner-Straße / Ecke Gudower Straße aufgestellt worden. „ Die Tischlerei Lange hat das Insektenhotel kostenlos gebaut und zur Verfügung gestellt. Ein herzliches Dankeschön für dieses Engagement“, so Bürgermeister Uwe Möller

Tischlerei Lange spendet Insektenhotel
Foto: Gemeinde Büchen

Zwei Insektenhotels hat der gemeindliche Bauhof am Regenrückhaltebecken in der Pötrauer Straße auf der Schafsweide aufgestellt. Die beiden Unterkünfte für alles was brummt und summt, wurden von der Tischlerei Lange aus Büchen gebaut und spendiert. Zudem wurden auf der Fläche drei Obstbäume, ein Apfel, eine Birne sowie eine Pflaume gepflanzt. Im kommenden Frühjahr dürften sich die Insekten hier in unmittelbarer Nähe zur Obstbaumblüte wohlfühlen und werden hier hoffentlich sesshaft. 
Foto: Gemeinde Büchen

Büchen macht grün - Neue Insektenhotels auf der Schafsweide
Foto: Gemeinde Büchen

Nach und nach schichtet Jan Eckelmann, Baumpfleger der Gemeinde Büchen, mit dem Radlader die Erde auf. Anderthalb Meter hoch und lehmhaltig muss der Boden für den entstehenden Insektenhügel sein, den die Gemeinde Büchen am Sickergraben neben dem Waldfriedhof anlegt. Alles, was sich an Insekten gerne im Boden verkriecht, wie beispielsweise Erdwespen, Sandbienen, Ameisen oder Käfer soll sich hier zukünftig wohlfühlen -  für ein Leben im Untergrund.

Insektenburg entsteht - Leben im Untergrund
Foto: Gemeinde Büchen

Der gemeindliche Bauhof kümmert sich neben 31 Hektar Wald, fast 19 Hektar Ökokonten und 16 Hektar Ausgleichsflächen auch um den Knickschutz auf den eigenen Flächen und hat dabei hohe Standards zu berücksichtigen. Knicks sind gesetzlich geschützte Biotope und genießen im Naturschutzrecht einen besonderen Schutz. Der Umgang mit Knicks und deren Pflege ist gesetzlich geregelt. Einfach Abholzen ist daher nicht. So werden Knicks lediglich alle zehn Jahre in der Zeit von Oktober bis Februar „auf den Stock“ gesetzt und sollen sich neuverjüngen, erklärt Jan Eckelmann, Baumpfleger der Gemeinde Büchen. Zwischendrin belässt man sogenannte Überhälter –Bäume, die auf den Verjüngungsflächen im Knick stehen gelassen werden und so manchem Greifvogel als Aussichtspunkt dienen.
Die Knicks wachsen so dichter hoch und können ihre Funktionen unter anderem als Windschutz, Brutplatz für viele Vogelarten, Lebensräume für eine zahl- und artenreiche Wirbellosenfauna und Nahrungsquelle für viele Tierarten erneut erfüllen.

Knickschutz: Hoher Stellenwert für die Tier- und Pflanzenwelt
Foto: Gemeinde Büchen

Die erste große Pflanzaktion für das Projekt „Büchen macht grün“ fand gemeinsam mit der Firma ABEL GmbH am Freitag den 9. November 2018 statt. Mit tatkräftigem Spateneinsatz wurden dabei ein Heckenlabyrinth sowie 13 Bäume auf der Fläche des Spiel-, Spaß- und Fitnessareals Büchen am Harten-Leina-Weg gepflanzt. Dabei schaufelten die beiden Geschäftsführer der ABEL GmbH Jaak Palisaar und Thorsten Adria gemeinsam mit weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und setzten damit ein Zeichen für ihr Engagement für den Klimaschutz in der Gemeinde Büchen. Neben dem aktiven Einsatz übernimmt die Firma ABEL GmbH auch sämtliche Kosten für die Heckenpflanzen und die gepflanzten Bäume.

Bürgervorsteher Axel Bourjau eröffnete mit seiner Begrüßung die Pflanzaktion, bedankte sich herzlich für die Spende und hofft auf weitere solche positive Aktionen für die Gemeinde Büchen.

Jaak Palisaar, Geschäftsführer der ABEL GmbH, erläuterte die Firmenphilosophie, welche Engagement wie dieses vor Ort vorsieht um sich am Firmensitz für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen. „Es ist uns wichtig, in Büchen aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun und uns für die Entwicklung des Ortes zu engagieren. Das tun wir gerne durch unsere Arbeitsleistung und durch die finanzielle Zuwendung. Die Aktion ist Teil des Projekts „ONE CAMPAIGN“ unserer Mutterfirma Hillenbrand, Inc., welches wir als Firma ABEL GmbH erstmalig in Büchen durchführen. Wir haben uns für eine Baumpflanzaktion entschieden, um in Büchen etwas für die Zukunft zu schaffen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dies ist unser erster Einsatz in Büchen, wir planen aber weiteres Engagement unserer Firma für den Klima- und Umweltschutz.“

Uwe Möller, Bürgermeister der Gemeinde Büchen freute sich sehr über die tatkräftige und finanzielle Unterstützung für das neue Projekt seiner Gemeinde und bedankte sich herzlich bei allen für den Einsatz. Peter Möller, der die Pflanzaktion mit seiner Sachkunde begleitete, war erfreut über die gelungene Aktion und das tolle Engagement der 15 Helfer von ABEL. Außerdem spendet er der Gemeinde Büchen ebenfalls einen größeren Betrag für „Büchen macht grün“. Auch Klimaschutzmanagerin Dr. Maria Hagemeier-Klose beteiligte sich an der Pflanzaktion und würdigte die gemeinsame Aktion mit der Firma ABEL GmbH. „Denn nur gemeinsam und auf lokaler Ebene kann Klimaschutz realisiert werden und die Pflanzaktion zeigt die gelungene Kooperation zwischen der Kommune und einem ansässigen Unternehmen.“

Gemeinde Büchen

Die Gemeinde liegt mit ihren rund 6.500 Einwohnern im südlichsten Kreis Schleswig-Holsteins, im traumhaften Herzogtum Lauenburg. Während die Lage am Elbe-Lübeck-Kanal die Sinne berührt, überrascht Büchen gleichzeitig mit einer familienfreundlichen Infrastruktur.


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